Visum für Nepal: Der ultimative Guide für deine Einreise in den Himalaya

Visum für Nepal: Der ultimative Guide für deine Einreise in den Himalaya

Link Kopieren
Gekopieerde koppeling!
https://stories.weroad.de/nepal-visum/
27 January

Veröffentlicht am January 27, 2026
Letzte Aktualisierung: February 2, 2026

Die Giganten der Welt rufen nach dir. Die Vorstellung, vor den schneebedeckten Gipfeln des Annapurna-Massivs zu stehen o die spirituelle Atmosphäre der Boudhanath-Stupa in Kathmandu aufzusaugen, lässt das Herz jedes Abenteurers höherschlagen. Doch bevor du deinen Rucksack schultern und die legendären Achttausender mit eigenen Augen bewundern kannst, steht eine kleine, aber entscheidende Hürde an: der offizielle Stempel in deinem Pass.

Ganz ohne bürokratische Formalitäten geht es in Nepal leider nicht. Die gute Nachricht: Für Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Prozess zur Erlangung eines Nepal-Visums in den letzten Jahren deutlich moderner, digitaler und transparenter geworden. In diesem Guide erfährst du alles, was du wissen musst, um stressfrei und bestens vorbereitet in dein nächstes großes Abenteuer zu starten.

Ein WeRoad-Reisender posiert mit dem Friedenszeichen vor dem 'Namaste Annapurna Base Camp' Schild im nepalesischen Himalaya.

Visum bei Ankunft oder Botschaft: Welche Option ist die beste?

Wenn du deine Reise planst, stehen dir grundsätzlich zwei Wege offen, um deine Einreiseerlaubnis zu erhalten. Die Wahl der richtigen Methode kann dir nicht nur Geld, sondern vor allem wertvolle Urlaubszeit ersparen.

1. Das Visa on Arrival (VoA)

Die gängigste und für die meisten Reisenden einfachste Option ist das Visa on Arrival, das direkt nach der Landung am Tribhuvan International Airport (TIA) in Kathmandu ausgestellt wird. Es ist speziell auf den Tourismus zugeschnitten und wird von den lokalen Behörden sehr routiniert bearbeitet.

2. Visum über die Botschaft (Voranmeldung in Europa)

Alternativ kannst du dein Visum vorab über eine nepalesische diplomatische Vertretung, beispielsweise in Berlin oder Genf, beantragen. Dieser Weg ist jedoch meist zeitaufwendiger und mit höheren Kosten verbunden. Neben den Visagebühren fallen oft Portokosten für den versicherten Versand des Reisepasses an, und die Bearbeitung kann mehrere Wochen dauern. Dieser Weg empfiehlt sich eigentlich nur, wenn du über den Landweg aus Indien oder Tibet einreist und sichergehen willst, dass an der Grenze alles glattläuft.

Insider-Tipp: Das Visa on Arrival am Flughafen ist mittlerweile erstaunlich effizient. Wenn du die digitale Vorregistrierung bereits erledigt und den zugehörigen QR-Code griffbereit hast, dauert der Prozess vor Ort oft nur wenige Minuten. So verlierst du keine Zeit und kannst dich direkt auf den Weg machen, um die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nepal zu entdecken.

Ein kleines Propellerflugzeug auf der Start- und Landebahn eines Flughafens in den Bergen von Nepal.

Schritt für Schritt: das Nepal Visum online beantragen

Auch wenn das physische Visum erst bei der Ankunft in deinen Pass geklebt wird, ist die Online-Voranmeldung (Pre-Registration) heute der wichtigste Schritt deiner Vorbereitung. Das System wurde eingeführt, um die Warteschlangen an den Kiosk-Terminals im Flughafen drastisch zu verkürzen.

Wo und wann erfolgt die Registrierung?

Die Anmeldung erfolgt über das offizielle Portal der nepalesischen Einwanderungsbehörde. Ein entscheidender Hinweis zum Timing: Du kannst das Formular frühestens 15 Tage vor deiner Landung ausfüllen. Registrierst du dich zu früh, ist der Antrag bei deiner Einreise bereits abgelaufen und ungültig.

Checkliste: Was du für den Online-Antrag benötigst

Damit du den Prozess ohne Unterbrechung abschließen kannst, lege dir folgende Unterlagen bereit:

  1. Reisepass: Dein Pass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Halte einen gut lesbaren Scan der Datenseite bereit.
  2. Digitales Passfoto: Ein aktuelles, quadratisches Bild vor hellem Hintergrund.
  3. Adresse in Nepal: Du musst eine Kontaktadresse angeben. Der Name und die Anschrift deines ersten Hotels in Kathmandu sind hierfür völlig ausreichend.
  4. Flugdaten: Deine Flugnummer sowie das exakte Ankunftsdatum.

Wichtig zu wissen: Nach dem Absenden erhältst du eine Bestätigung mit einem QR-Code. Dies ist noch kein gültiges Visum, sondern lediglich der Nachweis, dass deine Daten im System sind. Ohne diesen Code wirst du am Flughafen zu den langsamen Selbstbedienungs-Automaten geschickt, was dich locker eine Stunde kosten kann.

Insider-Tipp: Mach unbedingt einen Screenshot vom QR-Code oder drucke ihn aus. Das kostenlose WLAN am Flughafen Kathmandu ist notorisch unzuverlässig. Wenn du in der Ankunftshalle stehst und deine E-Mails nicht laden kannst, ist der Stress vorprogrammiert.

Eine Person steht mit dem Rücken zur Kamera und hebt die Arme im Peace-Zeichen vor den schneebedeckten Gipfeln des Himalayas in Nepal.

Einreisebestimmungen auf einen Blick

Nepal ist gastfreundlich, aber bei den Einreisedokumenten verstehen die Grenzbeamten keinen Spaß. Um böse Überraschungen am Check-in-Schalter deiner Airline zu vermeiden, prüfe folgende Punkte:

  • Gültigkeit des Reisepasses: Dein Pass muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Ein abgelaufener Pass oder eine zu kurze Restgültigkeit führen unweigerlich zur Verweigerung der Beförderung.
  • Freie Seiten: Du benötigst mindestens eine komplett freie Seite für den großen Visum-Aufkleber und die Ein- und Ausreichestempel.
  • Reisedokumente für Kinder: Kinder benötigen zwingend einen eigenen Reisepass. Der alte Kinderausweis wird oft nicht mehr akzeptiert. Vorläufige Reisepässe werden in der Regel anerkannt, sollten aber nach Möglichkeit vermieden werden.
  • Rückflugticket: Gelegentlich wird nach einem Nachweis über die Ausreise gefragt (Flugticket in ein Drittland oder nach Hause).

Nepal Visum Kosten: aktuelle Preise und Zahlungsmittel

Die Gebühren richten sich nach deiner geplanten Aufenthaltsdauer:

  • 15 Tage: 30 USD
  • 30 Tage: 50 USD
  • 90 Tage: 125 USD

Insider-Tipp zur Zahlung: Gezahlt wird am Flughafen vor der Passkontrolle. Obwohl Kartenzahlung theoretisch möglich ist, fällt das System oft aus. Bring daher saubere, neue US-Dollar-Scheine mit. Achte darauf, dass sie keine Risse haben und aus einer neueren Serie stammen, da sie sonst am Automaten abgelehnt werden.

Eine Gruppe von WeRoad-Reisenden sitzt auf den Stufen der World Peace Pagoda in Pokhara, Nepal.

Der Prozess am Flughafen Kathmandu: So vermeidest du Warteschlangen

Die Ankunft am Tribhuvan International Airport kann für Erstbesucher etwas chaotisch wirken. Wenn du jedoch diesen drei Schritten folgst, bist du schneller draußen, als du “Namaste” sagen kannst:

  1. Schritt 1: Die Bestätigung. Wenn du online vorregistriert bist, gehst du direkt am Kiosk-Bereich vorbei. Falls nicht, musst du dich an die Automaten anstellen und deine Daten dort mühsam eintippen.
  2. Schritt 2: Die Kasse (Fee Collection). Suche den Schalter für die Visumgebühren. Zeige deinen QR-Code und deinen Reisepass vor und bezahle die Gebühr (am besten in USD). Du erhältst eine Quittung – verliere diese auf keinen Fall!
  3. Schritt 3: Der Immigration Counter. Nun reihst du dich in die Schlange für “Visa on Arrival” ein. Der Beamte prüft die Quittung, den QR-Code und klebt das Visum in deinen Pass.

Insider-Tipp: Steck dir einen eigenen schwarzen oder blauen Kugelschreiber in das Handgepäck. Manchmal müssen zusätzliche Zollformulare ausgefüllt werden, und die zwei Stifte, die für 300 Passagiere zur Verfügung stehen, sind entweder besetzt oder leer.

Visumverlängerung und Trekking-Permits: wichtige Zusatzinfos

Manchmal passiert es: Nepal zieht dich so in seinen Bann, dass du einfach nicht gehen willst. Eine Visumverlängerung ist grundsätzlich möglich.

Wie verlängere ich mein Visum?

Du kannst dein Visum in den Büros der Einwanderungsbehörde in Kathmandu oder Pokhara verlängern. Dies kostet etwa 3 USD pro zusätzlichem Tag (Mindestbetrag für 15 Tage Verlängerung ist ca. 45 USD). Mach das unbedingt rechtzeitig! Ein “Overstay” kann zu hohen Geldstrafen und Problemen bei der nächsten Einreise führen.

Trekking-Genehmigungen (Permits)

Ein häufiger Fehler von Reisenden ist die Annahme, dass das Visum auch zum Wandern berechtigt. Das stimmt nicht.

  • TIMS-Card: Für die meisten Trekkinggebiete benötigst du die Trekkers’ Information Management System Karte.
  • Nationalpark-Gebühren: Für Regionen wie Sagarmatha (Everest) oder Annapurna fallen zusätzliche Gebühren an.
  • Sondergenehmigungen: Für abgelegene Gebiete wie Mustang oder Dolpo brauchst du spezielle “Restricted Area Permits”, die oft sehr teuer sind.

Insider-Tipp: Nimm mindestens 10 physische Passfotos von zu Hause mit. Du wirst sie für SIM-Karten, Trekking-Ausweise und offizielle Dokumente brauchen. Es gibt zwar Fotoshops in Kathmandu, aber es ist deutlich entspannter, sie direkt griffbereit zu haben.

Eine Gruppe von WeRoad-Wanderern mit Rucksäcken auf einem felsigen Pfad in den Bergen Nepals.

Warum das Abenteuer im Himalaya die Bürokratie wert ist

Sobald du das Terminal verlässt, den Duft von Räucherstäbchen wahrnimmst und in das bunte Hupkonzert Kathmandus eintauchst, ist der bürokratische Aufwand vergessen. Nepal ist magisch, chaotisch und absolut authentisch.

Noch intensiver wird das Erlebnis, wenn du die Faszination der Berge nicht alleine entdecken musst. Gemeinsam mit Gleichgesinnten über die ersten Eindrücke zu staunen, macht den Kopf frei für das Wesentliche. Mit WeRoad kannst du ganz unkompliziert eine Gruppenreise nach Nepal erleben und den Himalaya mit Menschen erkunden, die deine Abenteuerlust teilen.

Wenn du jetzt unsere verschiedenen Touren in Nepal entdecken möchtest, findest du garantiert das Format, das zu deinem Rhythmus passt. Eines ist sicher: Die Achttausender wirken noch beeindruckender, wenn man den Moment des Gipfelglücks gemeinsam teilt.

Eine Gruppe von WeRoad-Reisenden posiert im Schnee vor einem buddhistischen Schrein mit bunten Gebetsfahnen im nepalesischen Himalaya.
WeRoad Team
Written by WeRoad Team