Sicherheit auf Kuba: Dein Guide für ein entspanntes Abenteuer 2026

Sicherheit auf Kuba: Dein Guide für ein entspanntes Abenteuer 2026

Link Kopieren
Gekopieerde koppeling!
https://stories.weroad.de/sicherheit-kuba/
29 January

Veröffentlicht am January 29, 2026
Letzte Aktualisierung: February 2, 2026

Lange Zeit galt Kuba als ein Ort, an dem du nachts völlig sorglos durch koloniale Gassen schlendern konntest. Die Frage war nicht, ob du auf deine Tasche aufpassen musst, sondern nur, wo die nächste Live-Band spielt.

Dieses Bild ist auch heute nicht ganz verkehrt, denn nach wie vor zählt die Insel zu den sichersten Reiseländern Lateinamerikas. Schwere Kriminalität ist extrem selten. Die größten Herausforderungen für dich sind aktuell eher Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, charmante Betrugsmaschen (Jineteros) und die wirtschaftliche Versorgungslage (wie gelegentliche Stromausfälle).

Die Lage hat sich 2025 verschärft und bleibt auch 2026 dynamisch. Dennoch kannst du weiterhin entspannt reisen, wenn du deinen gesunden Menschenverstand nutzt und verstehst, wie das Land tickt. Kuba bietet weiterhin eine stabile Sicherheitslage, auch wenn du dich auf Besonderheiten bei der Stromversorgung und dem lokalen Währungssystem einstellen solltest.

Künstlerische Poster von Che Guevara und kubanischen Oldtimern an einer Wand in Havanna.

Die aktuelle Lage: Wie sicher ist Kuba 2026 wirklich?

„Ist Kuba gefährlich?“ – diese Frage wird angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise immer häufiger gestellt. Die Antwort ist jedoch weiterhin ein klares Nein, zumindest was die klassische Kriminalität betrifft. Schwere Gewalttaten sind selten, was auch an der spürbaren Polizeipräsenz und den strengen Gesetzen des Landes liegt.

Was sich allerdings verändert hat, ist weniger die Sicherheit auf Kuba selbst, sondern vielmehr der herausfordernde Alltag. Die wirtschaftliche Situation hinterlässt Spuren: Stromausfälle, die sogenannten Apagones, gehören mittlerweile zur Realität und treten regelmäßig auf.

Wenn du also deinen Rucksack packst, solltest du unbedingt eine Powerbank und eine kleine Taschenlampe einplanen. Diese Helfer sind Gold wert, wenn du nachts auf unbeleuchteten Straßen unterwegs bist. Um deine Reise perfekt vorzubereiten, lohnt sich auch ein Blick auf unsere Tipps zur besten Reisezeit für Kuba.

Zudem gibt es immer wieder Lieferengpässe, weshalb die Supermarktregale nicht immer prall gefüllt sind. Kenner des Landes verstehen diese Situation jedoch als Einladung, bewusster zu reisen e sich in Flexibilität zu üben – eine Eigenschaft, die dein Abenteuer auf der Insel nur noch authentischer macht.

Ein grüner Oldtimer fährt an einer Reihe farbenfroher, kolonialer Fassaden in Havanna, Kuba, vorbei.

Kleinkriminalität und Jineteros: So vermeidest du typische Fallen

Wenn Reisende von Problemen berichten, geht es dabei fast nie um Gewalt. Stattdessen ist das Thema meist „Jineteros“. Dieser Begriff beschreibt charmante, aber hartnäckige Straßenvermittler, die mit erfundenen Geheimtipps an dein Geld wollen.

Die Klassiker wirst du schnell durchschauen: „Heute ist nur für kurze Zeit Zigarrenfestival“ oder „Ich kenne eine Bar, die viel günstiger ist“. Hinzu kommt gelegentlicher Taschendiebstahl in dichten Menschenmengen, etwa in der Habana Vieja oder am Malecón.

Die beste Strategie ist simpel: Ein freundliches, aber bestimmtes „No, gracias“ und einfach weitergehen. Lass dich nicht auf lange Diskussionen ein. Wichtig zu wissen: Straßen-Zigarren sind fast immer Fälschungen aus Bananenblättern; echte Qualität kaufst du nur in staatlichen Läden.

Hier sind die drei häufigsten Maschen, die du kennen solltest:

  • Zigarren-Scam: Angebliche exklusive Ware direkt aus der Fabrik, die sich meist als minderwertiger Ausschuss entpuppt.
  • Bar-Scam: Ein harmlos wirkender Drink mit einem Einheimischen endet mit einer völlig überzogenen Rechnung voller ungefragter „Extras“.
  • Fake-Casa-Angebote: Spontan vermittelte Unterkünfte, die keine offizielle Lizenz haben – hier fehlt dir jeglicher rechtlicher Schutz.
Eine Gruppe von WeRoad-Reisenden posiert in einer Holzhütte vor der kubanischen Flagge und einem Porträt von Che Guevara.

Sicher unterwegs: Transport und Fortbewegung auf der Insel

Sich auf der Insel frei zu bewegen, ist grundsätzlich kein Problem, da Kuba Reisende weitgehend in Ruhe lässt. Wichtig ist jedoch das „Wie“. Offizielle Taxis sind zuverlässig, und für längere Strecken sind die Viazul-Busse für dich die beste Wahl. Sie bringen dich sicher und nach einem festen Fahrplan zu den wichtigsten Highlights des Landes.

Besondere Vorsicht ist hingegen nachts auf Überlandstraßen geboten. Unbeleuchtete Fahrzeuge, Fahrräder ohne Licht oder plötzlich auftauchende Tiere auf der Fahrbahn sind keine Seltenheit. Nachtfahrten mögen zwar abenteuerlich klingen, sind aber aufgrund der Sichtverhältnisse ein unnötiges Sicherheitsrisiko. Plane deine Routen daher am besten so, dass du noch vor Einbruch der Dunkelheit ankommst.

Insider-Tipp: Offline-Karten sind auf Kuba wortwörtlich Gold wert. Da Roaming extrem teuer und das mobile Netz oft instabil ist, solltest du dir das Kartenmaterial vorab bei Maps.me oder Google Maps herunterladen. Das rettet deine Orientierung und spart dir im entscheidenden Moment eine Menge Nerven.

Ein klassischer orangefarbener Oldtimer fährt auf einer breiten Straße an den bunten Kolonialbauten von Havanna vorbei.

Gesundheit und medizinische Versorgung: Das musst du beachten

Sicherheit bedeutet auf Kuba nicht nur Schutz vor Diebstahl, sondern auch Vorsorge für deine Gesundheit. Da durch Mücken übertragene Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder das Oropouche-Virus zugenommen haben, ist ein effektiver Schutz vor Stichen für dich essenziell.

Eine Auslandskrankenversicherung ist nicht nur sinnvoll, sondern laut den aktuellen Einreisebestimmungen für Kuba zwingende Pflicht. Zwar ist das medizinische Personal hervorragend ausgebildet, doch gibt es oft Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten.

Insider-Tipp: Packe eine gut ausgestattete Reiseapotheke ein. Schmerzmittel, Medikamente gegen Magenprobleme und hochwertiges Mückenspray (mit hohem DEET-Anteil) gehören unbedingt in dein Gepäck. Wichtig: Trink niemals Leitungswasser! Nutze ausschließlich abgefülltes Wasser und sei selbst beim Zähneputzen vorsichtig.

Geld und Währung: Sicherheit beim Bezahlen und Wechseln

Kuba und seine Währungen sind ein Abenteuer für sich. Offiziell wird hier mit CUP bezahlt, praktisch läuft aber vieles informell. Wechsle nicht einfach große Beträge auf der Straße, denn hier besteht das Risiko, betrogen zu werden. Wende dich für sicherere Transaktionen lieber an die Gastgeber deiner vertrauenswürdigen Unterkunft. Außerdem kannst du natürlich die offiziellen Geldautomaten verwenden, die allerdings oftmals leer sind.

Insider-Tipp: Nimm kleine Euro-Scheine (5, 10 oder auch 20 Euro) mit, denn diese sind ein echter Trumpf. Viele private Restaurants akzeptieren die Währung sehr gern und du bist damit auf der sicheren Seite.

Zwei Reisende sitzen an Tischen im Freien bei zwei einheimischen Frauen in traditioneller weißer Kleidung in Havanna.

Sicherheit für Alleinreisende und Frauen

Auch wer alleine reist, kann sich in Kuba meist schnell wohlfühlen. Das gilt auch für Frauen, denn auch wenn die Kultur kontaktfreudig und manchmal auch laut und direkt ist, ist es hier sehr sicher. Catcalling, welches hier als „Piropos“ bezeichnet wird, kommt zwar vor, ist jedoch nicht aggressiv und in der Regel harmlos.

Nachts gilt generell auch in Kuba für die eigene Sicherheit: Wähle gut beleuchtete Gegenden, insbesondere in größeren Städten wie Santiago de Cuba oder Havanna ist das für die Sicherheit nachts sinnvoll.

Insider-Tipp: Große Hotels sind sehr anonym. Die kleineren Casas Particulares bieten oft mehr Sicherheit. Die Gastgeber hier kennen ihr Viertel, beschützen ihre Gäste und können dir ehrliche Tipps zu deiner eigenen Sicherheit geben. Allein unterwegs zu sein ist kein großes Risiko. Unvorbereitet zu sein schon eher.

Warum Kuba trotz Krise ein herzliches und sicheres Ziel bleibt

Am Ende liegt die wahre Sicherheit Kubas nicht in Statistiken, sondern im Miteinander der Menschen. Es sind die Nachbarn, die aufeinander achten, und die herzlichen Gastgeber, die dir Hilfe anbieten, noch bevor du danach fragst. Wahre Verbundenheit zeigt sich oft in tiefen Gesprächen bei Kerzenlicht, wenn der Strom einmal ausfällt.

Die Krise ist real, aber sie nimmt der Insel nicht ihre Seele. Musik, Humor und Gelassenheit sind geblieben. Wer das heutige Kuba versteht, reist bewusster – und oft intensiver. Gemeinsam unterwegs zu sein, macht dabei vieles leichter: Herausforderungen werden zu Geschichten. Ob bei der Fahrt im Oldtimer oder beim Abendessen in Trinidad – in der Gruppe fühlt sich alles entspannter an.

Wenn du genau dieses Gefühl suchst, kannst du jetzt eine organisierte Gruppenreise durch Kuba buchen und dich auf unvergessliche Momente mit Gleichgesinnten freuen. Bleib neugierig, sei flexibel e entdecke unsere Touren auf Kuba. Das Sicherheitsnetz der Gruppe gibt dir den nötigen Freiraum für echtes Erleben.

Eine fröhliche WeRoad-Reisegruppe sitzt an einem langen Holztisch im Freien, trinkt aus Kokosnüssen und posiert für ein Selfie.
WeRoad Team
Written by WeRoad Team