Sehenswürdigkeiten in Havanna: Der Insider-Guide für ein authentisches Kuba-Erlebnis

Sehenswürdigkeiten in Havanna: Der Insider-Guide für ein authentisches Kuba-Erlebnis

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14 January

Veröffentlicht am January 14, 2026
Letzte Aktualisierung: January 14, 2026

Havanna macht keinen ordentlichen ersten Eindruck, aber das ist auch gar nicht nötig. Hinter bröckelnden Fassaden leuchten die Farben hier umso kräftiger und Motorengeräusche alter Chevrolets mischen sich ganz selbstverständlich mit Salsa-Rhythmen aus offenen Fenstern. Gerade weil die Stadt so widersprüchlich scheint, wirkt sie so lebendig.

Es reicht nicht aus, die Highlights der Stadt nur zu besichtigen. Vielmehr sind es die Menschen, die Musik und die ungeplanten Momente, die den eigentlichen Charme ausmachen. Zwischen kolonialem Glanz und maroder Romantik entsteht ein Rhythmus, der bleibt.

La Habana Vieja : UNESCO-Weltkulturerbe zu Fuß erkunden

Habana Vieja bildet den Ursprung der Stadt und ist der ideale Ort, um Havanna zu verstehen. Am besten erkundest du die Gassen zu Fuß und ohne festes Ziel, dafür aber mit offenen Augen. Zwischen barocken Palästen und kleinen Balkonen zeigt sich die Stadt ungefiltert. Besonders zwischen 7 und 9 Uhr morgens gehört dir die Altstadt fast allein – das Licht ist weich und die Architektur wirkt in der morgendlichen Stille besonders beeindruckend.

Vier zentrale Plätze prägen das Bild der Altstadt :

  • Plaza Vieja: Der eleganteste Platz mit restaurierten Gebäuden und hellen Farben – ideal für eine erste Pause.
  • Plaza de la Catedral: Barock, kompakt und fotogen. Die Kathedrale dominiert den Platz, rundherum liegen einige der bekanntesten Bars und Restaurants.
  • Plaza de Armas: Der älteste Platz Havannas. Zwischen Palmen und Kolonialbauten verkaufen Händler hier unter anderem alte Bücher und Karten. Ein ruhiger Ort mit viel Geschichte.
  • Plaza de San Francisco de Asís: Offen, weit und dem Hafen zugewandt. Die Basilika prägt das Bild dieses Platzes, Möwen und Meeresluft inklusive.
Eine Reihe lebhafter, farbenfroher historischer Gebäude in Havanna, Kuba, mit verzierten Balkonen und gewölbten Gehwegen, unter einem strahlend blauen Himmel, mit einem klassischen blauen Auto im Vordergrund.

Der Malecón: Wo Havanna am authentischsten ist

Während die Altstadt von Geschichte erzählt, spielt sich an der Uferstraße Malecón das tägliche Leben ab. Die sieben Kilometer lange Mauer verbindet die Viertel und wird am späten Nachmittag zum „Wohnzimmer der Stadt“.

Hier treffen sich Einheimische zum Angeln, Musikhören oder einfach nur zum Reden. Wenn die Sonne die Stadt in warmes Licht taucht und gegenüber der Leuchtturm von El Morro blinkt, spürst du die wahre Seele Havannas. Setz dich einfach dazu, schau aufs Meer und lass die Atmosphäre auf dich wirken.

Ein weitläufiger Blick auf die Uferpromenade Malecón in Havanna, Kuba, mit einer geschwungenen Steinpromenade entlang des blauen Meeres, der Skyline der Stadt und bunten Gebäuden unter einem bewölkten Himmel.

Historische Pracht und Revolutionsgeschichte

Manche Orte in Havanna stehen so sinnbildlich für die Macht und Geschichte des Landes, dass man sie kaum übersehen kann :

El Capitolio Nacional

Dieses Bauwerk ist ein echtes Statement. Es ist ganz bewusst dem US-Kapitol nachempfunden und dominiert das Stadtbild auf monumentale Weise. Während hier früher das Parlament tagte, ist das Gebäude heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. In seinem Inneren liegt der Kilómetro Cero. Hier beginnt Kuba im wörtlichen Sinne bei Null, denn von diesem Punkt aus werden offiziell alle Entfernungen im Land gemessen.

Gran Teatro de La Habana

Direkt neben dem El Capitolio Nacional steht das Gran Teatro de La Habana Alicia Alonso. Dieses Gebäude gehört zu den schönsten der Stadt. Hier ist das kubanische Nationalballett beheimatet. Aber selbst wenn grade keine Vorstellung stattfindet, lohnt sich ein Blick auf die kunstvollen Verzierungen der Außenfassade.

Museo de la Revolución

Das Museo de la Revolución befindet sich im ehemaligen Präsidentenpalast. Innen erzählen Ausstellungen die Geschichte der kubanischen Revolution, während draußen die Yacht Granma an die Ankunft der Revolutionäre erinnert. Wenn du verstehen willst, warum Kuba heute so ist, wie es ist, kommst du an diesem Ort nicht vorbei.

Eine nächtliche Aufnahme aus großer Höhe einer breiten Straße in Havanna mit dem beleuchteten Nationalkapitol und kunstvollen historischen Hotels unter einem tiefblauen Abendhimmel.

Oldtimer und Coco-Taxis: Havannas beste Fahrgeschäfte

Die berühmten Oldtimer zählen zu den bekanntesten von Havannas Sehenswürdigkeiten. Diese „Almendrones“ stammen meist aus den 1950ern. Eine einstündige Rundfahrt kostet üblicherweise etwa 25 bis 40 Euro und kann dich in verschiedene interessante Gegenden wie beispielsweise Vedado und Miramar bringen. Handle den Preis aber unbedingt vor dem Einsteigen aus.

Kleiner, lauter und deutlich günstiger sind Coco-Taxis oder Bicitaxis. Sie bieten sich für kurze Strecken an. Das gängige Verkehrsmittel der Einheimischen sind die Collectivo-Taxis. Diese oft älteren Sammeltaxis sind eine gute Möglichkeit, den Alltag der Stadt zu erleben.

Ein markantes gelbes Coco-Taxi fährt an farbenfrohen Kolonialgebäuden in einer sonnigen Straße in Havanna.

Vedado und Fusterlandia: das moderne und künstlerische Havanna

Abseits der Altstadt zeigt sich Havanna von einer anderen Seite. Weiter, grüner und kulturell äußerst vielseitig. Hier liegen einige der Orte, die ein anderes Bild als die Altstadt zeichnen und dabei echten Tiefgang haben.

Plaza de la Revolución

Der Platz der Revolution ist riesig, politisch äußerst relevant und erzählt eine Menge über Kubas Geschichte. Das José-Martí-Denkmal ragt über diesen Platz, und an den umliegenden Ministerien blicken die ikonischen Porträts von Che Guevara und Camilo Cienfuegos herab.

Hotel Nacional de Cuba

Dieses altehrwürdige Hotel verbindet Geschichte mit Meerblick. In den weitläufigen Gärten schaut man direkt auf den Malecón, während im Inneren die Ausstellungen von Mafia-Zeiten und der Kubakrise erzählen. Schon allein wegen der Atmosphäre lohnt sich ein Besuch auch ohne Übernachtung.

Fábrica de Arte Cubano (FAC)

Die Fábrica de Arte Cubano ist einer der spannendsten Kulturorte der Stadt. In einer ehemaligen Speiseölfabrik treffen Galerie, Konzertsaal, Bar, Club und Kino aufeinander. Geöffnet hat die Location meist von Donnerstag bis Sonntag. Früh da sein lohnt sich, denn der Andrang ist groß.

Fusterlandia (Jaimanitas)

Etwas außerhalb, im Viertel Jaimanitas, liegt Fusterlandia. Hier hat der Künstler José Fuster Häuser, Mauern und Plätze in ein farbenfrohes Mosaik-Kunstwerk verwandelt. Es lohnt sich definitiv, einen halben Tag für diesen bunten Trip einzuplanen. 

Anschließend kann es dann weitergehen, und du kannst erkunden, was es auf einer Kuba-Reise sonst noch zu sehen gibt.

Blick auf das farbenfrohe Fusterlandia in Havanna, ein Viertel voller lebendiger Mosaikskulpturen und fantasievoller Kunstwerke im Stil von Gaudí.

Hemingway und die Bar-Kultur

El Floridita gilt als Geburtsort des Daiquirí und La Bodeguita del Medio ist berühmt für Mojitos. Beide Orte sind eng mit Ernest Hemingway verbunden. Sie sind laut, voll und teuer. Angesichts der charakteristischen Atmosphäre lohnt sich ein kurzer Stopp aber trotzdem.

Wer tiefer eintauchen möchte, besucht außerdem das Hotel Ambos Mundos oder die Finca Vigía. Beide geben Einblicke in Hemingways Leben. Für wirklich gute Cocktails empfiehlt sich jedoch, eine kleine Paladar abseits der Hauptwege zu suchen. Bevor die Reise zu den berühmten Hemingway-Bars losgeht, vergewissere dich, dass du dein Kuba Visum organisiert hast.

Besondere Erlebnisse: Santería und Kanonenschuss

Wenn du Havanna abseits der bekannten Wege erleben willst, findest du die intensivsten Momente oft dort, wo Alltag und Kultur ganz selbstverständlich ineinander übergehen.

Callejón de Hamel

Einer der wichtigsten Insider-Tipps ist der Callejón de Hamel. Dieses Zentrum afro-kubanischer Kultur liegt in Centro Habana. Die schmale Gasse ist von bunten Wandmalereien, Skulpturen und Symbolen der Santería geprägt. Vor allem am Sonntag wird es hier laut und lebendig, denn dann füllt Rumba die Straße. Callejón de Hamel ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und einer der besten Orte, um Havannas kulturelle Wurzeln zu spüren.

El Cañonazo de las 9

Jeden Abend um 21 Uhr ertönt der Kanonenschuss an der Fortaleza de San Carlos de la Cabaña. Dieses Ritual stammt aus der Kolonialzeit und markierte früher das Schließen der Stadttore. Am besten kombinierst du deinen Besuch mit dem Sonnenuntergang auf der anderen Seite der Bucht. Wenn du schon gegen 20 Uhr vor Ort bist und ein Taxi durch den Tunnel nimmst, erspart dir das unnötigen Stress.

Tanz unk Musik 

Havanna lebt von Bewegung. Eine Salsa-Stunde ist der einfachste Weg, Teil davon zu werden. Alternativ kannst du auch eine Casa de la Música, zum Beispiel in Centro Habana, besuchen. Livebands, volle Tanzflächen und kaum Abstand zwischen Bühne und Publikum gehören hier dazu.

Drei Straßenmusiker sitzen auf Hockern vor einem strahlend blauen Gebäude in Havanna und spielen Gitarre und Percussion, während sie Strohhüte und Sonnenbrillen tragen.

Havanna erleben: Starte dein unvergessliches Abenteuer

Havanna ist weit mehr als eine Ansammlung historischer Bauwerke ; es ist eine pulsierende Mischung aus Musik, nostalgischem Verfall und unbändiger Lebensfreude. Die wahre Schönheit der Stadt liegt in ihrer lebendigen Atmosphäre, die man in jeder Gasse spürt.

Solche intensiven Eindrücke werden noch wertvoller, wenn man sie teilt – sei es beim Sonnenuntergang am Malecón oder einer spontanen Salsa-Session in der Altstadt. Wenn du Lust hast, den Rhythmus dieser Insel gemeinsam mit anderen Entdeckern zu spüren, dann schau dir alle unsere Gruppenreisen nach Kuba an. Tauche ein in das echte Havanna und lass dich von der Magie Kubas mitreißen !

Eine Gruppe fröhlicher WeRoad-Reisender posiert mit einem klassischen rosa Oldtimer-Cabrio und einem weißen Oldtimer vor einer sonnigen Kulisse in Kuba.
WeRoad Team
Written by WeRoad Team