Die besten Orte in Tokio: dein Guide durch Japans Hauptstadt

Die besten Orte in Tokio: dein Guide durch Japans Hauptstadt

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20 October

Dein Flug ist endlich gebucht. Gleichzeitig steigt deine Nervosität: Welche Orte sollte man in Tokio besuchen? Wie kann man sich in der Stadt fortbewegen. Und vor allem: Was darf man keinesfalls verpassen? Also, wo fangen wir am besten an? Als Erstes: tief durchatmen und Gedanken ordnen. Zweitens: lies meinen Reiseführer, und du kommst sofort in die richtige Reisestimmung.

Tokio ist ein Universum für sich – mit unendlich vielen Galaxien. Der Vergleich scheint gewagt, aber wenn du erst einmal die ganz besondere Atmosphäre der Stadt erlebt hast, wirst du mir sicher zustimmen. Bewegst du dich von einem Stadtteil zum anderen, ist es möglich, dass du auf ein völlig verändertes Stadtbild triffst, mit völlig neuen Eindrücken. Plötzlich hat die Stadt ein ganz neues Gesicht. Kein Wunder, denn Tokio ist Innovation und Tradition zugleich. Hier verschmelzen Vergangenheit und Zukunft zu einer Einheit, deren Konturen unscharf sind. Tokio ist ein Oxymoron: überfüllt schrill und leise entspannt. Eins aber ist sicher: Du wirst dich auf den ersten Blick in die Megacity verlieben.

Dann beginnen wir unsere Reise in die Hauptstadt des Landes der aufgehenden Sonne. Unsere Route führt dich zu den bekanntesten Attraktionen, lässt dich aber auch einige weniger bekannte Juwelen entdecken. Bist du bereit? Los gehts. Starten wir in Shibuya, dem Stadtteil, das für viele für das Zentrum Tokios ist, zumindest was die Unterhaltung angeht!

Shibuya, das jugendliche Viertel

Denke an Tokio und du stellst dir Shibuya vor. Denn dieser Bezirk ist genau derjenige, der in der Vorstellung der Nicht-Japaner die Seele der japanischen Hauptstadt ausmacht. Lebendig, unkonventionell, bunt, vollgepackt mit Geschäften, Neonlichtern, Karaoke, Pachinko und Kneipen. Shibuya ist eine Ansammlung von Trends und aus diesem Grund bei der japanischen Jugend auch eine der beliebtesten Gegenden. Wenn du also wissen willst, welche Orte du in Tokio unbedingt besuchen solltest, fange hier an. Die größte Attraktion ist natürlich die unglaubliche Kreuzung. Sie in echt von oben zu sehen, ist ein Erlebnis, das dich sprachlos machen wird! Natürlich will ich dir ein paar Tipps für die Kreuzung nicht vorenthalten. Später verrate ich dir dann, was es in diesem Viertel sonst noch zu sehen gibt.

Die Shibuya-Kreuzung, wer kennt sie nicht

Shibuya ist die vielleicht belebteste Kreuzung der Welt. Wenn der Verkehr stoppt und es für den Fußgängerüberweg grün wird, strömen hunderte von Menschen gleichzeitig auf die Straße. Um dieses außergewöhnliche städtische Spektakel in vollem Umfang genießen zu können und nicht den Überblick zu verlieren, solltest du es dir von oben ansehen. Schließlich kommt es aus der Vogelperspektive am besten zur Geltung. Du kannst die Fenster von Starbucks nutzen (die befinden sich an der Ecke der Kreuzung). Du wirst aber anstehen müssen, um die besten Plätze zu ergattern. Für 600 Yen kannst du stattdessen auf die Terrasse des Einkaufszentrums Magnet by Shibuya 109 steigen. Wenn du kein Budgetproblem hast, kannst du auch für 2000 Yen die Spitze des Shibuya Sky erreichen. Für dein sauer verdientes Geld bekommst du aber auch was geboten: dieser Wolkenkratzer bietet definitiv die beste Aussicht über die Gegend. Eine clevere Alternative ist er Fußgängerübergang am JR-Bahnhof Shibuya. Aber aufgepasst: verirre dich nicht auf den verschlungenen Wegen!

Hachiko-Statue

Als Sinnbild für Treue, Zuneigung und Loyalität sind Hachiko und seine Geschichte weltberühmt geworden. Ja, genau, Hachiko ist der Hund, der zehn Jahre lang am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen gewartet hat, ohne von dessen frühem Tod zu wissen. Die Treue dieses Akita beeindruckte die Öffentlichkeit so sehr, dass sie dem Hund eine Statue widmete. Heute ist sie ein echtes Pilgerziel. Sie steht direkt vor der U-Bahn-Station, an der sich junge Japaner seit Jahren treffen. Ein Selfie ist praktisch obligatorisch. Also vergiss nicht, sie auf deine Liste der Sehenswürdigkeiten in Tokio zu setzen.

Center Gai

Das Center Gai ist die berühmte Fußgängerzone in Shibuya, in der sich alle möglichen Geschäfte und Clubs befinden. Plane deinen Besuch für die Zeit nach Sonnenuntergang, denn dann bieten dir die Neonlichter ein unglaubliches Schauspiel. Hier kannst du shoppen gehen, Karaoke-Bars besuchen (diese sind in ganz Japan beliebt!) oder in einem Izakaya (einer typischen japanischen Kneipe) etwas typisch Japanisches essen und trinken. Wenn deine Ohren den Lärm aushalten, kannst du anschließend auf einen Sprung zum Pachinko-Spiel vorbeischauen. Dich erwartet eine der ebenso berühmten wie absurden Spielhallen, die in Japan wie Pilze aus dem Boden schießen.

Shimbuya und centre gai in Tokio während der Nacht.

Shinjuku

Wenn du die U-Bahn, eine der verkehrsreichsten der Welt, erfolgreich gemeistert hast, wird dich Shinjuku mit seinen Wolkenkratzern und unzähligen Attraktionen willkommen heißen. In diesem Teil von Tokio gibt es unglaublich viele Orte, die du besuchen kannst. Für Auswanderer, die in Japan leben, ist dies definitiv der richtige Ort. Shinjuku ist nicht so touristisch wie Shibuya, aber genauso belebt. Es bietet einen Einblick in das echte japanische Leben. Wenn du durch Shinjuku läufst, wirst du elegante Damen sehen, die mit Welpen im Kinderwagen herumspazieren. Oder du triffst auf Horden von Angestellten, die alle gleich gekleidet sind, in ihren typischen beigen Trenchcoats. Also mach dich gleich auf den Weg, denn du kannst in Tokyo noch viele Orte besuchen, darunter auch die kultigsten.

Sitz der Stadtregierung von Tokio 

Besuch Shinjuku tagsüber und du hast die Möglichkeit, auf die Spitze des Tokyo Metropolitan Government Building zu steigen. Das Regierungsgebäude der Präfektur Tokio besteht aus miteinander verbundenen Zwillingstürmen. Von den beiden Aussichtsplattformen kannst du Tokio von oben bestaunen. Und ich versichere dir: es verschlägt dir geradezu den Atem. Mit etwas Glück erwischst du einen klaren Tag und kannst sogar in der Ferne den majestätischen Berg Fuji sehen: Es ist wirklich wunderbar. Und noch eine gute Nachricht: Der Aufstieg auf die Spitze der Türme ist kostenlos! Warum also dein Budget mit 3000 Yen für den Aufstieg auf die Spitze des Tokyo Tower überstrapazieren? Das Tokyo Metropolitan Government Building ist in dem Fall eine wirklich gute Alternative.

Foto der Skyline von Tokio bei Tag.

Golden Gai

Wenn du den Abend in Shinjuku verbringst, solltest du es nicht versäumen, den Golden Gai zu besuchen. Es ist ein verschlungenes Straßenlabyrinth mit über 200 winzigen Lokalen, die jeweils nur wenige Gäste beherbergen können. Es ist die perfekte Gelegenheit, um sich in aller Ruhe ein Glas Nihonshu (heiß oder kalt) zu gönnen. Du solltest aber wissen: Der Zugang zu diesen Lokalen ist nicht garantiert! Selbst in den Restaurants der Stadt behalten sich einige Manager das Recht vor, Ausländern den Service zu verweigern. Die Geste ist unmissverständlich: ein X, das mit den Fingern oder wenn nötig, auch mit den Armen gebildet wird!

Kabukicho 

Das bereits erwähnte kleine Viertel Golden Gai befindet sich in Kabukicho, dem Rotlichtviertel von Shinjuku, und wird hauptsächlich von der Yakuza betrieben. Sein Eingang ist durch ein großes rotes Schild gekennzeichnet. Hier findest du Nachtclubs sowie viele Pachinko-Hallen. Trotz der Gegend ist es kein gefährliches Viertel. Nimm dich jedoch vor den klassischen Türstehern in Acht (die in der Regel keine Japaner sind). Diese sollen Touristen in die Lokale locken, um sie mit Mädchen bekannt zu machen. Lehne einfach höflich ab und gehe weiter. Lass dich aber nicht davon abhalten, dieses Viertel weiter zu entdecken. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört der riesige Godzilla-Kopf, der aus dem Dach des Hotel Gracery-Komplexes herausragt. Wenn du eine wirklich ungewöhnliche Show sehen willst, empfehle ich dir das Robot Restaurant, ein echtes Spektakel!

Omoide Yokocho

Um ein Bild vom Tokio vergangener Zeiten heraufzubeschwören, gibt es nichts Besseres als einen Ausflug nach Omoide Yokocho. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Gasse der Erinnerung“. Hier triffst du auf sehr schmale Gassen mit Blick auf kleine Clubs und Restaurants mit typisch regionalem Essen. Was würdest du gerne probieren? Du wirst ganz sicher nicht enttäuscht werden: von Yakitori bis Ramen – du hast die Wahl. Und es gibt sogar total winzige Lokale, in denen man Sushi essen kann. Ich verspreche dir, das wird ein unglaubliches Erlebnis. Schließlich isst du nicht nur das authentischste Sushi, das du je erlebt hast, es wird auch nur wenige Zentimeter von dir entfernt mit viel Erfahrung von Hand zubereitet. Und vergiss nicht – falls du es noch nicht weißt – dass du den Fisch, nicht den Reis, in Sojasauce tunken musst!

Shinjuku Gyoen, der Stadtpark

Wenn du schon völlig überdreht bist von den allgegenwärtigen Geräuschen und schrillen Neonlichtern, dann ist es an der Zeit, eine Pause einzulegen. Also auf zum Shinjuku Gyoen, einem der größten Parks Tokios. Er ist perfekt für einen Spaziergang oder zum Relaxen unter einem der prächtigen Bäume. Er ist einfach wunderschön hier – und das zu Recht. Schließlich gehörte er früher der königlichen Familie! Erst in den 1950er-Jahren wurde er für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So heißt er heute sowohl Japaner, die eine kleine Pause von der Metropole brauchen, als auch Touristen, die etwas Ruhe nötig haben, willkommen. Vielleicht sage ich jetzt das Offensichtliche: Im Frühling verwandelt sich dieser Park in einen wunderbaren verwunschenen Ort. Dann kannst du den Zauber von Hanami, dem Kirschblütenfest, einatmen.

Omoide Yokoko in Tokio.

Asakusa, ein Sprung in die Vergangenheit 

Bist du auf der Suche nach einem traditionelleren Tokio? Mach dich auf den Weg nach Asakusa, wo auch heute ein ganz anderes Tokio noch immer lebendig ist. In der japanischen Hauptstadt koexistiert die Spiritualität gelassen neben Neonschildern und Wolkenkratzern. Dieses Viertel erkundest du am besten zu Fuß. Lass dich dabei in eine andere Zeit versetzen und atme diese besondere Atmosphäre ein. Dein Weg durch Akakusa sollte dich unbedingt zum buddhistischen Sensoji-Tempel führen mit seinem imposanten roten Tor, dem Kaminarimon. Du befindest dich hier direkt am Eingang zum berühmtestem und zugleich einem der ältesten Tempel Tokios. Um dorthin zu kommen, musst du einfach einer Straße namens Nakamise folgen. Langweilig wird es dir dabei sicherlich nicht, denn sie ist von unzähligen typisch japanischen Geschäften gesäumt. In denen kannst du auch Souvenirs kaufen. Neben dem Besuch des Tempels kannst du für einen kleinen Betrag, auch herausfinden, was die Zukunft für dich bereithält. Bei mir ging das furchtbar schief. Das Beweisfoto findest du gleich unten!

Die Prophezeiung von Asakusa.

Ginza und Roppongi

Ginza und Roppongi sind zwei ziemlich große Bezirke. Ich nenne sie trotzdem gemeinsam. Schließlich verkörpern sie beide die modernere Seele der Stadt, ebenso wie die eher sachliche. Ginza ist ein sehr wohlhabendes Viertel und zum Leben einer der teuersten Orte der Welt. So ist es kein Zufall, dass sich hier alle großen internationalen Modemarken tummeln. Von Louis Vuitton bis Gucci herrscht hier eine ausgesprochen schicke Atmosphäre. Aus diesem Grund verändert sich auch der Baustil der Stadt und bietet echte architektonische Juwelen.

Das wohl symbolträchtigste Gebäude dieses Bezirks ist der Uhrenturm. Er thront auf dem Dach von Wako, einem riesigen Geschäft, in dem Luxusartikel und Schmuck verkauft werden. Offen gesagt, mich persönlich hat dieses Viertel von Tokio am wenigsten beeindruckt, vielleicht weil es zu sehr westlich wirkt. Wenn du stattdessen tiefer in das kulturelle Leben der Stadt eintauchen möchtest, solltest du einen Ausflug zum Kabukiza-Theater in Ginza machen, dem berühmtesten Theater in Tokio.

In Roppongi hingegen ändert sich die Ästhetik der Gebäude. Das Erscheinungsbild ist weniger auf Hochglanz getrimmt, aber immer noch modern. Hier konzentriert sich mehr das Nachtleben der Stadt. Wenn du abends eine Pause vom Sightseeing einlegen willst, kannst du hier viele Clubs und Diskotheken entdecken, die vor allem von westlichen Ausländern besucht werden. In den letzten Jahren hat sich das Viertel aber zu einem der kulturellen Zentren der Stadt entwickelt. So ist es kein Zufall, dass sich hier viele Museen und Kunstgalerien befinden. Wenn du also willst, kannst du einen Ausflug ins National Art Center, ins Mori Art Museum oder auch in das Suntory Museum of Art machen.

Tokyo Tower 

Aber die eigentliche Attraktion von Roppongi ist der Tokyo Tower. 333 Meter ist er hoch und sieht aus wie „unser“ Eiffelturm. Bis vor ein paar Jahren war er das höchste Bauwerk der Stadt. Erst kürzlich wurde er vom Tokyo Skytree mit 634 Metern Höhe übertroffen. Auch wenn er seinen Rekord verloren hat, ist der Aufstieg auf die Spitze ein atemberaubendes Erlebnis. Es gibt eigentlich zwei Aussichtsplattformen, die unterschiedlich viel kosten. Für die erste musst du 1200 Yen bezahlen. Wenn du hingegen die zweite – in 250 Metern Höhe – erreichen willst, kostet es 3000 Yen. Es macht aber nicht unbedingt Sinn, denn die erste Aussichtsplattform ist absolut ausreichend, um das Panorama und die Skyline der Stadt zu bestaunen. Definitiv ist der Tokyo Tower aber einer der Orte, die man in Tokio gesehen haben sollte!

Foto vom Tokyo Tower bei Sonnenuntergang

Harajuku, das Viertel der Cosplayer 

Welche ganz besonderen Orte solltest du in Tokio noch besuchen? Ganz einfach: Harajuku, das Viertel der Jugendsubkulturen mit Manga und den skurrilsten Moden. Die Takeshita Dori ist ein unverzichtbarer Stopp, denn sie ist das Symbol dieses Stadtviertels. Es handelt sich um eine etwa 400 Meter lange Straße mit einer unvorstellbaren Dichte an Geschäften und Cafés. Aber sei gewarnt: Diese werden nicht nur am Wochenende von japanischen Teenagern gestürmt.

Am Wochenende ist es auch nicht ungewöhnlich, Cosplayern zu begegnen, also Menschen, die sich (mit bewundernswerter Hingabe!) als die Figuren ihrer Lieblingsmangas oder -animes verkleiden. Was, wenn du inmitten dieses Chaos Ruhe haben willst? Keine Sorge, es sind nur ein paar Schritte bis zum Meiji Jingu, einem wunderschönen Shinto-Schrein.

Meiji Jingu

Willkommen an einem der heiligsten Orte der japanischen Hauptstadt und einer unglaublich großen Oase des Friedens und der Stille. Wenn du den Meiji Jingu betrittst, wirst du es kaum glauben, dass du dich in Gehweite der geschäftigen Harajuku Station befindest! Der Schrein ist den Seelen Kaiser Mutsuhitos und seiner Frau, Kaiserin Shōken, gewidmet. Beide spielten eine entscheidende Rolle in der Geschichte Japans, denn sie führten ihr Land nach dem Ende der sehr langen Edo-Periode in die Moderne.

Der Schrein liegt inmitten des wunderschönen Yoyogi-Parks. Seinen Eingang ziert ein großes Torii, das klassische rote Shinto-Tor. Im Inneren befinden sich mehrere Gebäude. Das zentrale Gebäude ist dem Gebet vorbehalten. Unter den anderen kleineren Sakralbauten ist auch ein Museum, in dem die Gegenstände des Kaiserpaares aufbewahrt werden. Verpasse nicht die privaten Gärten, deren Eintritt nur eine kleine Gebühr kostet. Wenn du Tokio im Juni besuchst, solltest du sie keinesfalls auslassen, denn die Blüte der Schwertlilien ist wirklich unglaublich!

Akihabara, die Hauptstadt des Kawaii

Für die einen ist Japan ein Synonym für Technologie und Videospiele, für andere eins für Anime und Manga. Daher überrascht es wohl niemanden, dass diese beiden Aspekte in einem der skurrilsten Stadtteile Tokios nebeneinander existieren: in Akihabara. Hier findest du zwischen riesigen Elektronikgeschäften unzählige Läden, in denen Mangas und Comics verkauft werden, natürlich umgeben von thematischen Cafés, die definitiv „kawaii“ sind.

Wenn du dich für Technik begeisterst, musst du bei deinem Besuch in Tokio unbedingt das Yodobashi Camera besuchen. Hier werden Technik-Träume wahr, denn du findest alles, was du dir nur wünschen kannst. Wenn deine Leidenschaft hingegen Manga und Anime sind, solltest du auf keinen Fall Radio Kaikan auslassen, einen der kultigsten Orte in Akihabara. Auf den acht (!) Etagen des Ladens wimmelt es nur so von Manga, Actionfiguren (sowohl neu als auch gebraucht) und Videospielen. Einige Stücke stammen von leidenschaftlichen Mega-Sammlern. Du wirst also ganz schön zu tun haben. Wenn du immer noch nicht genug hast, solltest du dir Mandarake ansehen, einen riesigen Laden, der sich auf gebrauchte Mangas spezialisiert hat.

Wie wäre es, mal einen Tag als echter Otaku zu verbringen? Sehr vereinfacht gesagt sind das Fans von Manga und Anime. Gönn dir also einfach ein paar Stunden in einem Maid Café. Das sind spezielle Clubs, in denen die Kellnerinnen als britische und französische Herrscherinnen gekleidet sind. Wenn du dich noch nicht völlig erschlagen fühlst und andere Orte in Tokio, insbesondere in Akihabara entdecken willst, empfehle ich dir die Taito Game Station. Sie ist voll mit Japanern, die Videospiele spielen. Oder du machst einen Abstecher ins Don Quijote Akihabara Store. Du solltest aber wissen, was du tust: Dich erwartete ein riesiger Laden, einem Labyrinth gleich, in dem du buchstäblich alles finden kannst. Ich weiß aber nicht, ob du jemals wieder herausfindest!

Odaiba, Ueno und Kanda

Okay, ich gebe zu, dass ich dich schon mit reichlich Infos eingedeckt habe! Aber es gibt noch eine Menge andere Stadtteile! Der Kürze halber werde ich die letzten drei von mir ausgewählten Bezirke zusammenfassen: Odaiba, Ueno und Kanda. Sicherlich sind sie alle einen Besuch wert, aber die Notwendigkeit, möglichst viele Sehenswürdigkeiten in Tokio zu erwähnen, zwingt mich, mich etwas kürzer zu fassen. Hier sind also die Attraktionen dieser großartigen Bezirke, von denen einer sogar auf dem Meer liegt!

Odaiba

Odaiba ist eines der neuesten Viertel und Ziel für alle, die Spaß haben und shoppen wollen. Es liegt direkt auf dem Meer, auf einer künstlichen Insel in der Bucht von Tokio. Bummle durch eines der Einkaufszentren, bis du den DiverCity Tokyo Plaza Komplex erreichst mit seiner lebensgroßen Statue des Gundam Unicorn RX-0. Sie ist fast 20 Meter hoch und das eigentliche Symbol von Odaiba. Abends ist es sehr schön, die beleuchtete Rainbow Bridge zu bewundern, die diesen Bezirk mit dem „Rest“ von Tokio verbindet.

Kanda und der Kaiserpalast 

Kanda ist kein von Touristen stark frequentierter Ort, denn es ist vor allem ein Wohngebiet, in dem sich aber auch zahlreiche Universitäten und Institutionen befinden. In diesem Teil der Stadt steht auch der Kaiserpalast von Tokio, in dem die kaiserliche Familie residiert. Wenn du Tokio besuchst, musst du natürlich auch einen Blick auf den Palast werfen, wenn auch nur von außen. Vor allem die Brücke, die das Innere der Anlage mit dem äußeren Bereich verbindet, ist ein Must-See. Der Palast selbst ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es darf auch nur ein Teil der Gärten besichtigt werden, und zwar ausschließlich am Vormittag, im Rahmen einer Führung.

Ueno

Wenn du einen Zwischenstopp im ruhigeren und entspannteren Tokio einlegen möchtest, sollte dein Ziel Ueno heißen. Dieser Stadtteil befindet sich rund um den gleichnamigen Park. Hier regiert die Natur, zusammen mit einigen historischen und spirituellen Gebäuden, die einst Teil des riesigen heiligen Komplexes von Kaneiji waren. Und wenn du den Tag harmonisch entspannt ausklingen lassen willst, mach einen Abendspaziergang zum Shinobazu-Teich. Hier kannst du ein Tretboot mieten, selbstverständlich in Form eines Schwans. Und während deiner idyllischen Fahrt auf dem Wasser bilden die Wolkenkratzer dieser riesigen Metropole die Kulisse. Natürlich ist dieser Teil Tokios im Frühling, wenn die Kirschblütenblätter auf dem Wasser treiben, besonders schön.

Menschen, die einen sonnigen Tag im Ueno Park genießen.

Wie du dich in Tokio fortbewegen kannst

Nachdem du weißt, welche Orte du in Tokio besuchen möchtest, stellt sich die Frage, wie du dich in der Stadt fortbewegen kannst! Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlst du dich wie auf einer Reise innerhalb deiner Reise. Mit der U-Bahn kommst du überall hin, aber das ist nicht so einfach wie du vielleicht denkst. Mach dich darauf gefasst, dass du dich definitiv verlaufen wirst, vor allem in der Tokyo Station!

Da die U-Bahn auch ziemlich teuer ist, rate ich dir, deine Route so zu planen, dass du genau weißt, wo du hinmusst. Das Erste, was du wissen solltest, ist, dass das Verkehrssystem von verschiedenen Unternehmen betrieben wird. In der Regel musst du nur die JR und die Tokyo Metro benutzen, die dich praktisch überall hinbringen können. Die Fahrkarten ändern sich auch je nach den Zügen, die du benutzt. Also Augen auf, damit du keine unnötigen Kosten hast.

Und jetzt noch ein kleines Schmankerl: Wenn du mit dem Japan Rail Pass weit durch Japan gereist bist, solltest du wissen, dass dieses Abo auch auf der Yamanote-Linie gültig ist. Und diese kann völlig kostenlos genutzt werden! Zeig einfach deinen Pass den Drehkreuzwärtern und sie lassen dich problemlos durch.

Generell empfehle ich dir, mach Google Maps zu deinem treuen Reisebegleiter, denn es zeigt dir genau an, welchen Weg du nehmen musst, um dein Ziel zu erreichen. Doch bevor du abreist, solltest du ein Pocket WiFi buchen, einen kleinen tragbaren “Router”, der dir eine ständige Internetverbindung bietet. Glaub mir, das ist ein echter Lebensretter! Wenn du ihn vorher buchst, kannst du ihn bei deiner Ankunft direkt am Flughafen abholen. Praktisch, oder?

Blick über den Park von Shinjuku.

Essen gehen in Tokio

Jetzt kennst du alle Orte, die du besuchen musst. Aber was sind die typischen Gerichte in Tokio? Die Stadt kann jeden kulinarischen Wunsch erfüllen, selbst den seltsamsten! Natürlich musst du Sushi probieren. Denn eins ist sicher, es ist nicht wie das westliche, zu reichhaltig und „verkorkst“. Aber Tokio wie ganz Japan bestehen nicht nur aus rohem Fisch.

Hier die besten Tipps

  • Ramen – Eines der typischen Gerichte Japans sind Nudeln in Brühe mit Gemüse, Algen und Eiern. Und keine Sorge, du kannst beim Essen so viel Lärm machen, wie du willst: Damit signalisierst du dem Gastgeber, dass du das, was du auf dem Teller hast, wirklich magst!
  • Okonomiyaki – Es ist ein typisches Gericht aus Hiroshima, aber auch in Tokio ist es beliebt. Es ist eine Art Omelett, das auf dem Grill zubereitet wird. Dem kannst du Gemüse und Zutaten deiner Wahl hinzufügen, ebenso Meeresfrüchte als auch Fleisch. Wahrhaft köstlich!
  • Takoyaki – Hier handelt es sich um leckere, panierte Oktopus-Fleischbällchen, die mit einer Soße gewürzt sind, nach denen du dir die Stäbchen ablecken wirst! Sie werden in Restaurants und als Street Food serviert.
  • Taiyaki – Die typischen japanischen Desserts sind nicht sehr süß, aber wirklich gut! Eines davon ist das Taiyaki, das wie ein Fisch geformt und mit Anko, einer Art Marmelade aus roten Bohnen (Azuki), gefüllt ist. Ich habe viele von ihnen verschlungen: Es gibt sie auch als Street Food, vor allem an den Ständen in den verschiedenen Stadtparks.
  • Dango – Das ist ein weiteres Street Food, in das ich mich verliebt habe. Es sind gestapelte Reismehlklößchen. Sie sind wirklich billig (etwa 150 Yen) und ein echter Genuss, aber nur, wenn du die leicht klebrige Konsistenz magst.

Generell rate ich dir, alles zu probieren, was dir vor die Nase kommt. Die japanische Küche ist großartig und, glaub mir, sie ist ganz anders als das, was man normalerweise bei uns zu Hause serviert bekommt.

Reise nach Tokio mit WeRoad

Jetzt, wo du weißt, welche Orte du in Tokio besuchen solltest, kannst du dich auf eine vollgepackte, aber definitiv unvergessliche Reise nach Japan freuen! Du wirst die berühmtesten Sehenswürdigkeiten dieser Städte entdecken, hervorragende Gerichte probieren und dich in eine völlig andere Kultur verlieben. Und du wirst dieses so schöne und manchmal unverständliche Land besonders schätzen lernen. Und wenn du dir eine Rundreise durch Japan vorstellen kannst, komm auf eine WeRoad.

Wenn du wissen willst, was es in ganz Japan zu sehen gibt, solltest du unbedingt unseren Artikel lesen.

Karte der Sehenswürdigkeiten in Tokio

WeRoad Team
Written by WeRoad Team