Sand und Dünen, soweit das Auge reicht. Wüste ist Wüste? Denkst du das? Falsch gedacht! Die Wüsten in Afrika sind so vielfältig wie beeindruckend, jede mit ihren eigenen Besonderheiten. Genauso einzigartig wie jedes Sandkorn in der Wüste. Heute entführen wir dich in diese faszinierenden Landschaften, und du wirst sehen, wie viel Abwechslung dich hier erwartet. Von der riesigen Sahara über die uralte Namib bis zur lebendigen Kalahari – es wird eine besondere Reise. Und vielleicht bekommst du ja Lust, einer dieser Wüsten einen persönlichen Besuch abzustatten. Falls ja, haben wir die besten Tipps für spannende Aktivitäten und unvergessliche Abenteuer. Los geht’s!

Die Sahara: die größte Wüste der Welt

Endlose, goldene Dünen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Die Sahara ist nicht die größte Wüste in Afrika. Sie ist die größte Wüste der Welt. Und sie scheint mitten aus den Märchen von 1001 Nacht entsprungen. Am besten erkundest du die Sahara aus luftiger Höhe vom Rücken eines Kamels aus. Bei einer Kamel-Trekkingtour bringen dich die Wüstenschiffe sicheren Schrittes zu den interessantesten Orten der Sahara.

Wie groß ist die Sahara? Die Sahara umfasst 9,2 Millionen Quadratkilometer. Vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt sie sich über 6.000 Kilometer. Und sie wird immer größer. Seit 1920 ist sie um 10 Prozent gewachsen.

Erg Chegaga und Erg Chebbi – Wüstenhighlights in Marokko

Zu den schönsten Wüstenlandschaften der Sahara gehören Erg Chegaga und Erg Chebbi in Marokko. Erg Chegaga, das Feld der Dünen, ist eine 40 Kilometer lange Dünenkette nahe der Grenze zu Algerien. Die Erg Chegaga beeindruckt durch ihre bizarre Landschaft und den orangefarbenen Sand. Zu den Highlights der Wüstenlandschaft zählt die Source Sacré, die heilige Quelle. Umgeben von Palmen und Akazien fließen kleine Bächlein – eine zauberhafte Oase inmitten der Ödnis. Seit Urzeiten dient die heilige Quelle den Karawanen als Rastplatz. Wüstentouren durch die Erg Chegaga führen dich zudem an den berühmten Lehmfestungen, den Kasbahs, vorbei. Darüber hinaus kannst du die Wüstenoase Tamegroute mit Altstadt und Koranbibliothek erkunden.

Die zweite Bilderbuchwüste unter den Wüsten in Afrika ist die windgeformte Erg Chebbi. Die Erg Chebbi ist ein wenig weiter nördlich als die Erg Chegaga. Aufgrund der leichten Zugänglichkeit ist die Erg Chebbi touristischer als die Erg Chegaga. Du solltest dir jedoch auf keinen Fall eine Übernachtung in der Wüste entgehen lassen. Kaum etwas ist so eindrucksvoll wie der Sternenhimmel über den Dünen. Zudem kannst du in einem Beduinenzelt schlafen und den Lebensstil der Berber hautnah erleben.

Kamelkarawane in der Sahara bei Sonnenaufgang, die goldenen Sanddünen durchquerend.

Die Namib: die älteste Wüste der Welt

Die Namib-Wüste in Südwestafrika gab es schon lange, bevor die ersten Menschen auf Erden wandelten. Mit ihren 80 Millionen Jahren ist sie die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich entlang der Westküste Afrikas über rund 2.000 Kilometer. Die Temperaturen schwanken zwischen 50 Grad am Tag und 0 Grad in der Nacht.

Salzpfannen, die weltgrößte Düne und Robbenkolonien

Die Landschaft der Namib-Wüste beeindruckt mit ihren gigantischen roten Dünen. Als landschaftliche Highlights hervorzuheben sind die Dünen und die Salzpfanne des Sossusvlei. Abhängig vom Stand der Sonne leuchten die hohen Dünen der namibischen Wüste in Rot oder Orange. Die helle Salzpfanne zwischen den Sandbergen entstand einst aus dem Fluss Tsauchab. Mit den über 800 Jahre alten Kameldornbäumen wirkt die Landschaft des Sossusvlei regelrecht surreal. Hobbyfotografen können hier erstaunliche Fotos schießen.

Eine weitere eindrucksvolle Salzpfanne ist das Deadvlei etwas weiter im Süden. Hier befindet sich auch die höchste Düne der Welt, die „Big Daddy“. Einen Abstecher wert ist zudem die wildromantische Skelettküste im Norden Namibias. Dort sind zahlreiche Robbenkolonien zuhause. Den südlichen Teil der Skelettküste kannst du frei besuchen. Der nördliche Teil ist nur im Rahmen offizieller Führungen zugänglich.

Die Kalahari: ein Ort voller Leben

Die Kalahari-Wüste erstreckt sich über Namibia, Südafrika und Botswana nach Angola und Sambia. Doch sie ist weit mehr als roter Sand und Trockenheit – diese Wüste steckt voller Leben. In dieser Wüste Afrikas begegnen dir Tiere wie Oryx-Antilopen, Erdmännchen und sogar Löwen. Das Leben in der Kalahari hat sich perfekt an die rauen Bedingungen angepasst. Auch das Volk der San ist hier zu finden. Die San gehören zu den ältesten Kulturen der Erde. Die San leben als Nomaden. Sie bleiben nie lange an einem Ort und pflegen ein tiefes Wissen über die Natur. Ihre Traditionen haben die San über Jahrtausende bewahrt. Heute bringen sie ihre uralte Kultur mit einem modernen Leben zusammen.

Wüsten in Afrika – Naturhighlight Flamingo-Kolonien

Ein absolutes Landschaftshighlight der Kalahari sind die Makgadikgadi-Salzpfannen. Die leuchtend weißen Ebenen schaffen eine unwirkliche Atmosphäre. Wenn sie sich nach langen Regenfällen in große Seen verwandeln, werden sie zur Oase für Flamingos. Eine solche Flamingo-Kolonie ist ein Anblick, den du so schnell nicht vergessen wirst.

Wüsten in Afrika: majestätischer männlicher Löwe in der afrikanischen Savanne, umgeben von trockener Vegetation.

Das Danakil-Tiefland: eine außerirdische Landschaft

Geologiefans und Abenteuersucher werden das Danakil-Tiefland lieben. Gelegen in Äthiopien ist das 10.000 Quadratkilometer große Gebiet mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 35,6 Grad der heißeste Ort der Welt. Es gab schon Tage, da kletterte das Thermometer auf 60 Grad. Die Danakil-Senke ist jedoch nicht nur heiß, sondern auch atemberaubend schön. Dies liegt nicht zuletzt an ihren geologischen Besonderheiten und Aktivitäten. Diese werden dadurch bedingt, dass drei Erdplatten hier seit 30 Millionen Jahren auseinanderdriften.

Der aktive Vulkan Erta Ale beeindruckt mit einem Lavasee im Krater. Ein weiteres Highlight ist die Dallol-Pfanne. Das Geothermalgebiet ragt aus der 30 Meter tiefer gelegenen Salzwüste heraus. Der letzte Ausbruch des Dallol-Vulkans ereignete sich im Jahr 1926 und hinterließ einen 30 Meter großen Krater. Seitdem gibt es keine größeren Eruptionen mehr. Aber zahlreiche heiße Quellen versorgen blubbernde Schwefelseen. Diese überziehen das Gebiet mit ihrer intensiven Farbe und lassen eine außerirdisch wirkende Landschaft entstehen.

Die Karoo: die ruhige Schönheit Südafrikas

Raue Schönheit und ein Himmel, an dem des Nachts unzählige Sterne strahlen. Die halbtrockene Landschaft der Karoo-Wüste in Südafrika ist ein Paradies für Naturliebhaber. Die Karoo beheimatet eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die perfekt an das trockene Klima angepasst sind. Wenn du Ruhe, Weite und einen der spektakulärsten Nachthimmel der Welt erleben möchtest, ist diese afrikanische Wüste genau richtig.

Wüsten in Afrika – raue Schönheit, alte Städte

Zugleich ist die Karoo auch ein kulturelles Zentrum. Hier befindet sich die Stadt Graaff-Reinet. Graaff-Reinet ist eine der ältesten Städte Südafrikas. Die Stadt wurde 1786 als Ausgangspunkt für Touren durch die Karoo-Halbwüste gegründet. Hier triffst du auf koloniale Architektur aus der viktorianischen Zeit, Museen und Galerien.

Blühende Landschaft in Namaqualand, Südafrika, mit farbenfrohen Wildblumen.

Die Wüste Sinai: ein biblischer Ort voller Geschichte

Die Wüste Sinai in Ägypten ist so viel mehr als eine Traumkulisse für den Urlaub am Roten Meer. Ihre wilde, zerklüftete Landschaft fasziniert ebenso wie ihre historische Bedeutung. Hier ragt der biblische Berg Sinai empor, wo Moses der Überlieferung nach die Zehn Gebote empfangen haben soll. Der heilige Ort wird gerne von Pilgern und Wanderern erklommen. Der Aufstieg ist jedoch alles andere als einfach. Über die gesamte Strecke müssen allein 4.000 Treppenstufen bewältigt werden. Auf dem Gipfel steht neben einer Moses geweihten Kapelle eine Moschee aus dem 12. Jahrhundert.

Von den Wüsten Afrikas ins kühle Nass

Ein wenig abseits der bekannten Pfade in der Wüste Sinai kannst du die faszinierende Kultur der Beduinen erleben. Die Beduinen, die heute in der Wüste leben, sind die Nachkommen eines 4.500 Jahre alten Nomadenvolks. Sie empfangen auch interessierte Gäste und bieten Führungen an. Ein weiteres großartiges Ziel auf der Halbinsel Sinai ist die atemberaubende Küste des Roten Meers. Das Gewässer lockt mit kristallklarem Wasser und einigen der besten Tauchspots der Welt.

Felsige Wüste mit trockenen Hügeln und einer weiten, kargen Landschaft.

Wann ist die beste Reisezeit für Afrikas Wüsten?

Die beste Zeit, um die Wüsten in Afrika zu erkunden, sind in der Regel die kühleren Monate, da die Sommerhitze extrem sein kann. In der Sahara sind der europäische Herbst und Winter ideal, da die Temperaturen tagsüber nicht zu heiß sind und die Nächte klar.

Die Kalahari hingegen bietet am Ende und kurz nach der Regenzeit beste Bedingungen für Safaris. Zu dieser Zeit sammeln sich die Wildtiere an den Wasserstellen. Wenn du die Namib-Wüste besuchen möchtest, ist die Zeit von Mai bis September empfehlenswert. Auch hier hast du dann beste Chancen auf eindrucksvolle Tierbeobachtungen. Gleiches gilt für die Karoo-Wüste.

Die Wüsten Ägyptens sind zwischen Oktober und April ein beliebtes Ziel. Wenn die Reise mit einem Badeurlaub am Roten Meer verbunden werden soll, sind Frühling und Herbst die beste Wahl. In der Danakil-Senke sind die Temperaturen im November, Dezember und Januar am angenehmsten.

WeRoad-Gruppenreise in die Sahara-Wüste, Reisende sitzen auf den Sanddünen bei Sonnenuntergang.

Top-Aktivitäten in den Wüsten Afrikas

Welche spannenden Wüsten es in Afrika gibt, wissen wir nun. Auch die klassischen Aktivitäten wie Kamel-Trekkingtouren und Safaris hast du kennengelernt. Kommen wir noch einmal auf die außergewöhnlicheren Abenteuer zu sprechen, die Afrikas Wüsten bieten. In der Namib kannst du die riesigen Dünen auf einem Sandboard hinabsausen. Entdecke unser Abenteuer in der Sahara für ein einzigartiges Erlebnis im Herzen der Wüste. Du kannst nicht nur beim Kamel-Trekking unvergessliche Momente erleben, sondern auf Quadtouren auch einen echten Adrenalinkick verspüren.

Die Karoo ist das Paradies für Sternengucker – fernab von Lichtverschmutzung funkelt hier der Nachthimmel besonders eindrucksvoll. Erinnerungswürdig ist auch der Sonnenaufgang über den Dünen von einem Heißluftballon aus. Wenn du es extrem magst, solltest du die Danakil-Senke mit ihrer Vulkanlandschaft erkunden. Doch nicht nur die Natur der Wüsten in Afrika beeindruckt. Begegnungen mit den San in der Kalahari oder den Afar in Äthiopien bieten faszinierende Einblicke in uralte Kulturen.

Afrikas Wüsten entdecken wie nie zuvor

Afrikas Wüsten sind so vielfältig wie beeindruckend – von den endlosen Dünen der Sahara bis zu den bizarren Vulkanlandschaften der Danakil-Senke. Die Wüsten in Afrika bieten unvergessliche Erlebnisse für Abenteurer, Fotografen und Kulturinteressierte. Und jede Wüste erzählt ihre eigene Geschichte. Besonders entspannt kannst du die faszinierenden Landschaften gut organisiert und mit gleichgesinnten erleben. Plane jetzt deine Gruppenreise nach Afrika und stelle die Weichen für dein nächstes Reiseabenteuer.

WeRoad Team
Written by WeRoad Team