Kyoto Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Tempel, Gärten und Highlights der alten Kaiserstadt

Kyoto Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Tempel, Gärten und Highlights der alten Kaiserstadt

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28 February

Eingebettet zwischen den Bergen liegt Kyoto mit seinen Tempeln, Gärten und Schreinen – ein wahres Paradies für alle, die Kyoto Sehenswürdigkeiten entdecken möchten. Der Name Kyoto leitet sich vom chinesischen Wort „jingdu“ ab, was „Hauptstadt“ bedeutet. Tatsächlich war Kyoto über 1.000 Jahre lang die Hauptstadt Japans und kaiserliche Residenz. Heute bewahrt die Stadt ein reiches kulturelles Erbe, doch die Zeit steht hier nicht still. Tradition und modernes Leben sind eng miteinander verwoben – die besten Voraussetzungen, um unzählige Überraschungen zu erleben.

Kyoto birgt nicht nur Geschichte und Geschichten, sondern auch Shoppingmeilen, ein aufregendes Nachtleben und einen der modernsten Bahnhöfe Japans. Ob du den Charme alter Zeiten genießen oder das urbane japanische Leben auskosten möchtest – in Kyoto bist du genau richtig. Und wir stellen dir heute die wichtigsten Highlights der Stadt vor.

Fushimi Inari Taisha Schrein: die magischen roten Torii

Der Fushimi Inari Schrein ist dem Shintoismus gewidmet. Diese Religion hat in Japan ihren Ursprung. Im Shintoismus dreht sich alles um Kami genannte Gottheiten. Inari ist die Kami des Reis und der Fruchtbarkeit, des Tees und des Wohlstands.

Es ist kaum möglich, diese Sehenswürdigkeit von Kyoto zu übersehen. Das riesige zinnoberrote Tor am Eingang zum Fushimi Inari Taisha Schrein schreit förmlich: Hier bin ich! Hinter den Hauptgebäuden säumen zahllose Tore den gesamten Weg hinaus zum heiligen Berg. Die ebenfalls auffallend hellroten Tore heißen auf Japanisch Torii. Die Torii werden von Unternehmen und Privatpersonen für den Schrein gestiftet. Auf ihren Rückseiten sind die Namen der Spender zu lesen. Je höher die Spende, desto größer das Tor. 

Die knalligen Torii sind eine großartige Fotokulisse. Aber sei gewarnt: Sie sind eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Kyoto. Rechne mit entsprechenden Menschenmengen. Zum Glück sind viele Touristen sehr bequem. Je weiter du dich vom Startpunkt entfernst, desto mehr lichten sich die Reihen. Im Laufe der Wanderung hast du ganze Abschnitte der Torii-gesäumten Wege für dich.

Rote Torii-Passage im Fushimi Inari Taisha-Schrein in Kyoto, Japan.

Kinkakuji: der goldene Pavillon

Zu den besonders fotogenen Kyoto-Sehenswürdigkeiten gehört auch der Kinkakuji, der goldene Pavillon. Malerisch gelegen an einem kleinen Teich, spiegelt sich das dreistöckige Gebäude im Wasser. So wird der Kinkakuji Tempel in Japan aus jeder erdenklichen Perspektive zum Traum eines jeden Hobbyfotografen.

1397 wurde der Pavillon als Ruhesitz des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu erbaut. 1950 fiel das Gebäude Brandstiftung zum Opfer. Es wurde jedoch originalgetreu wieder aufgebaut. Die oberen Stockwerke sind mit schimmerndem Blattgold versehen. Das untere Stockwerk ist von Holzsäulen gesäumt. Das Innere des Pavillons ist für Besucher nicht zugänglich. Im Erdgeschoss des Pavillons stehen Statuen von Buddha und dem Shogun Yoshimitsu. Sind die Türen geöffnet, kannst du diese von der Aussichtsplattform auf der anderen Seite des Teiches aus sehen.

Wenn du schon einmal am Pavillon bist, solltest du unbedingt einen Spaziergang durch den umliegenden Garten machen. Abhängig von der Jahreszeit trägt das friedvolle Stück Natur ein anderes hübsches Kleid.

Goldener Pavillon (Kinkaku-ji) in Kyoto, umgeben von einem ruhigen See und grünen Bäumen.

Arashiyama Bambuswald: ein Spaziergang durch das Grün

Die nächste unserer Kyoto-Sehenswürdigkeiten liegt ein wenig außerhalb des Stadtzentrums. Aber der erstaunliche Wald ist einen Tagesausflug wert. Den Arashiyama Bambuswald erreichst du mit einer 20-minütigen Zugfahrt vom Bahnhof in Kyoto aus. Der Wald ist nicht die einzige von Kyotos Top-Sehenswürdigkeiten in Arashiyama. In der Region gibt es auch Tempel, einen See, die 155 Meter lange Togetsukyo Bridge über den Katsura und sogar einen Affenpark.

Durch den Bambuswald selbst führt ein kurzer Wanderweg. Falls du noch die Kopfhörer von der Zugfahrt aufhast: Nimm sie ab. Du solltest auf keinen Fall die Geräusche des Waldes verpassen. Es ist ein einmaliges Erlebnis, den Wind zwischen dem Bambus flüstern zu hören. Der Bambuswald hat eine unglaublich beruhigende Wirkung. Ein Geheimtipp ist ein Besuch des Bambuswaldes im Winter. In der Winterkälte sind nicht viele Menschen hier und der verschneite Bambus bildet eine einmalige Kulisse.

Bambuswald von Arashiyama, mit hohen grünen Bambusstämmen, die in den Himmel ragen.

Gion-Geisha-Viertel: ein Spaziergang in die Vergangenheit

Wenn du hübsche historische Straßen sehen willst, bist du im Gion-Geisha-Viertel von Kyoto richtig. Dieser Ort hat einfach etwas Mysteriöses und Geheimnisvolles an sich. Oft wird empfohlen, abends durch dieses Highlight unter den Top 10 Kyoto Sehenswürdigkeiten zu schlendern. Wenn sich die Lichter in den Kanälen spiegeln, herrscht eine besonders magische Atmosphäre. Doch die traditionellen Teehäuser, die erstklassigen Restaurants und die kulturellen Darbietungen haben auch tagsüber ihren Charme.

In Gion kannst du zudem sehen, wo und wie die Geishas leben und arbeiten. Das Gion Corner ist das berühmte Theater, in dem die Maiko auftreten. Die Maiko sind sozusagen die Geisha-Azubis. Rund um Gion gibt es Schilder, die darauf hinweisen, Geishas nicht zu berühren und sie mit Respekt zu behandeln. Aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer mag, kann sich im Gion-Viertel auch selbst in eine Geisha verwandeln. Es gibt Läden, die entsprechende Kimonos und Perücke verleihen.

Gion-Geisha-Viertel von Kyoto

Der Kiyomizudera Tempel: ein architektonisches Meisterwerk

Es gibt eine Menge in Kyoto zu tun und zu erleben. Aber wenn du den wunderschönen Kiyomizudera Tempel verpasst, bist du nicht wirklich in der alten Hauptstadt gewesen. Der Tempel thront regelrecht über Kyoto. Im Frühling ist er umgeben von einem Meer aus Kirschblüten, im Herbst von goldenem und rotem Laub.

Kiyomizudera bedeutet so viel wie „Tempel des reinen Wassers. Der Name stammt vom Otawa-Wasserfall. Dessen Bäche fließen durch die Tempelanlage. Der Kiyomizudera hat eine Geschichte, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Heute siehst du allerdings nicht mehr den Originaltempel. Dieser wurde durch mehrere Brände zerstört.

Der Tempel gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und besteht aus etwa 30 einzelnen Gebäuden. Am besten machst du eine geführte Tour, um auf dem Gelände nicht den Überblick zu verlieren. Die Hauptattraktion des Kiyomizudera ist die Terrassenplattform der Haupthalle. Diese wurde so geschickt aus Holz konstruiert, dass weder Schrauben noch Bolzen oder Leim die einzelnen Teile an ihrem Platz halten müssen.

Der Philosophenweg: ein besinnlicher Spaziergang

Der Philosophenweg in Kyoto ist auch als Tetsugaku no Michi bekannt. Es handelt sich um einen Fußgängerweg im nördlichen Higashiyama-Bezirk von Kyoto. Über etwa zwei Kilometer führt der Weg entlang des Biwa-See-Kanals inmitten einer traumhaften Landschaft.

Der Philosophenweg wurde nach einem Professor der Universität Kyoto benannt. Nishida Kitaro war nicht nur Professor, sondern auch ein einflussreicher japanischer Philosoph des 20. Jahrhunderts. Er soll die Strecke für seinen täglichen meditativen Spaziergang genutzt haben. Es macht nicht nur zur Zeit der Kirschblüte und im goldenen Herbst Spaß, in die Fußstapfen des Gelehrten zu treten. Der Philosophenweg führt an einigen der schönsten Schreine und Tempel Kyotos vorbei. Viele liegen nur einen kurzen Spaziergang vom Kanal entfernt. So kannst du gleich weitere Sehenswürdigkeiten in Kyoto besichtigen. In der Nähe des Weges befinden sich zudem einige nette Restaurants und Cafés, die sich perfekt für eine leichte Mahlzeit und eine kleine Pause von all den Kyoto-Sehenswürdigkeiten eignen.

Ryoanji: der berühmte Steingarten

Wenn du einen Ort des Friedens suchst, führt dich dein Weg in den Steingarten des Ryoanji-Tempels. Den Tempel kannst du mit dem Zug oder Bus sehr gut erreichen. Der Schöpfer des Gartens ist ein ewiges Geheimnis. Man weiß nur, dass der Tempel einst als Villa für einen Fürsten errichtet wurde. Im Jahr 1450 wurde die Villa an einen Stellvertreter des Shoguns übertragen. Das umliegende Gelände wurde in einen Zen-Garten umgewandelt. 15 Steine auf weißem Sand, verteilt auf einer Fläche von 250 Quadratmetern.

Die Bedeutung ist unklar. Die einen meine, der Garten zeige Inseln im Meer. Andere sehen eine Tigerin mit ihren Jungen. Wer weiß, was du in den Steinen und dem Sand entdecken wirst. Fest steht: Von den 15 Steinen bleibt immer einer für den Betrachter verborgen. Dabei ist es ganz gleich, aus welchem Winkel du auf den Garten schaust. Dies spiegelt das asiatische Konzept wider, dass fünfzehn die perfekte Zahl ist. Und weil niemand perfekt ist, kann auch niemand alle 15 Steine auf einmal sehen. So sehr wir uns auch bemühen, unsere Perspektive hat immer ihre Grenzen.

Wenn du den Garten möglichst früh am Tag besuchst, ist es hier noch angenehm still. Der perfekte Zeitpunkt, um Besinnung zu finden.

Wann ist Kyoto am schönsten?

Wenn du von all den wunderbaren Kyoto-Sehenswürdigkeiten gelesen hast, kann die Frage nicht lauten, ob du Kyoto besuchen solltest. Die einzige Frage, die sich stellt, ist, wann du Kyoto besuchen solltest. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Und zugleich auch wieder nicht. Denn die beste Reisezeit hängt ganz davon ab, welche Atmosphäre du erleben möchtest.

Im Frühling locken die Kirschblüten die Besucher in Scharen. Der Sommer ist die Zeit der Festivals. Im Juli findet über einen Monat das berühmte Gion-Matsuri mit Straßenpartys und Paraden statt. Der Herbst bringt mit seinem bunten Laub eine spektakuläre Farbenpracht. Und im Winter erwartet dich Kyoto mit ruhiger Schönheit und weniger Touristen, was einen besonders entspannten Besuch ermöglicht. 

Entdecke, wann die beste Reisezeit für Japan ist, indem du dich näher über die Highlights jeder Saison informierst.

WeRoad-Gruppenreise nach Japan mit fröhlichen Reisenden vor dem Kinkaku-ji-Tempel.

Kyoto erleben wie nie zuvor

Kyoto vereint Kultur und Natur, Geschichte und Moderne auf einzigartige Weise. Die Stadt fasziniert mit ihren beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und ihrer ruhigen Schönheit. Um Japan über Kyoto und die Sehenswürdigkeiten der alten Hauptstadt hinaus zu erleben, ist eine Gruppenreise geeignet. Auf diese Weise sparst du eine Menge Organisation und wirst dennoch kein Highlight verpassen. Plane deine Gruppenreise nach Japan und mach dich bereit, eines der faszinierendsten Länder hautnah zu erleben.

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